Solarstrom - das eigene E-Werk
Photovoltaikanlagen wandeln die Sonnenstrahlung mittels Solarzellen in elektrische Energie um. Herzstück jeder Solarzelle ist ein Halbleiter, meist Silizium. Die Energie des Sonnenlichts wird in Gleichstrom umgewandelt, der direkt zum Betrieb elektrischer Geräte genutzt oder in Batterien gespeichert wird. Gleichstrom kann auch in Wechselstrom umgewandelt und in das Stromnetz eingespeist werden. Ende 2007 waren in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 3.800 MW elektrischer Leistung installiert, die den Strombedarf von 750.000 Haushalten decken.
Solarthermische Kraftwerke erzeugen Strom über die Konzentration und Verstärkung der Sonnenstrahlen. Die Strahlung wird über Reflektoren gebündelt und in Dampf umgewandelt, mit dem ein Generator betrieben wird. Die solarthermische Stromerzeugung wird vor allem in heißen Ländern mit viel Sonne eingesetzt. In Deutschland sind Versuchsanlagen in Betrieb. In der Forschung und bei der Herstellung von Komponenten sind deutsche Hochschulen und Unternehmen technologisch führend.
Wann wird Solarstrom wirtschaftlich?
![]() |
Oft werden die Erzeugungskosten von Solarstrom nicht mit den konventionellen Stromerzeugungskosten verglichen, sondern mit dem Strompreis, den der Endverbraucher "frei Steckdose" zahlt. Das hat gute Gründe.
Solarstrom hat im Vergleich zu Biomassekraftwerken oder Windenergieanlagen den Vorteil, dass er oft direkt dort erzeugt wird, wo er auch verbraucht wird. Photovoltaikanlagen werden zu mehr als 90 Prozent auf Gebäuden angebracht. Seit Jahren steigt der Strompreis durchschnittlich um 6 Prozent an. Die Preise für Solarstrom sinken aufgrund der jährlich sinkenden Einspeisevergütung laut dem EEG. Damit kommt es zwischen 2012 und 2016 zur sogenannten "grid parity", dem Schnittpunkt vom Strompreis der Energieversorger und den Kosten selbst erzeugten Solarstroms. Das ist der Zeitpunkt, ab dem es sich für den Solarstromerzeuger rechnet, den Solarstrom überwiegend selbst im eigenen Haushalt oder Betrieb zu verbrauchen und damit teureren Strom aus der Steckdose einzusparen. Bekanntermaßen fällt der größte Stromverbrauch tagsüber an, was sich gut mit den PV-Erzeugungsspitzen deckt. Damit kommt man auf einen hohen Anteil solarer Eigenversorgung. Der Anteil lässt sich weiter steigern, wenn man Geräte wie Wasch- und Spülmaschinen gezielt auf die Zeiten mit dem meisten Solarstrom programmiert.
Seit 1.1.2009 lohnt sich selbstgenutzter Solarstrom doppelt
Damit möglichst heute schon die solare Eigenversorgung passiert, wird seit dem 1.1.2009 der selbstverbrauchte Strom mit einer Einspeisevergütung von 25 Cent vergütet. Dadurch wird der selbstverbrauchte Solarstrom besser vergütet als der ins Netz eingespeiste. Nur noch der Solarstrom, der zeitgleich nicht im Haushalt oder Betrieb genutzt werden kann, wird dann ins öffentliche Netz eingespeist. Dies entlastet die Stromnetze und steigert den Nutzen für alle. Diese Neuerung gilt für alle Anlagen, die nach dem 1.1.2009 in Betrieb gehen. Damit alles klar belegt wird, müssen alle neuen Anlagen bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden.
Anmeldeformular von Photovoltaikanlagen.pdf
Erläuterungen dazu
Stromerzeugung leicht gemacht
PV-Module erzeugen Gleichstrom. Der Wechselrichter wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um.
Weitere Informationen zur Funktionsweise eines Solarkraftwerks sehen Sie in dieser Präsentation am Beispiel Solvis Pico - die Sonne unter Vertrag. Klicken Sie einfach auf das Bild und der Flash Player öffnet die Präsentation.
Sollten Sie keinen Adobe Flash Player haben, erhalten Sie die aktuelle Version hier.


